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Stethoskop
Ihr Ratgeber Brustrekonstruktion
Eine Brustrekonstruktion kann bei Brustkrebs notwendig werden, wenn große Teile des Gewebes entfernt wurden oder eine Amputation nötig war.
Brustrekonstruktion

Was ist eine Brustrekonstruktion?

Nach der Diagnose Brustkrebs und erfolgreicher Therapie ist es für die meisten Frauen von großer Bedeutung, ihr Körpergefühl wiederzuerlangen. Die Zeit von der Diagnose bis zum erlösenden Ergebnis der Krebsfreiheit verändert die Patientinnen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.

Sind große Teile des Brustgewebes entfernt worden, gehört die Brustrekonstruktion zum Behandlungsplan. Sie dient der Wiederherstellung der äußerlichen Symmetrie beider Brüste. Sie ist entsprechend nicht nur ein körperlicher Eingriff, sondern für viele Frauen auch der erste Schritt zurück in ein normales Leben nach der Krebserkrankung.

Operation bei Brustkrebs: brusterhaltende Therapie

Heute sind die medizinischen Möglichkeiten so weit fortgeschritten, dass eine brusterhaltende Operation das Ziel der Behandlung sein sollte. Bei einer brusterhaltenden Therapie wird der Tumor in der Brust vollständig entfernt, gesundes Gewebe bleibt erhalten.

Operation bei BrustkrebsNoch während der Operation untersuchen Ärzte das entnommene Gewebe mikroskopisch auf Tumorzellen. Ergibt die mikroskopische Untersuchung, dass sich im Randbereich weitere Tumorzellen befinden, wird weiteres Gewebe entfernt. Die vollständige Entfernung der Krebszellen kann auch wenn die Brust erhalten bleibt dazu führen, dass sich die Größe der behandelten Brust nach der Operation stark von der gesunden Brust unterscheidet. Dies kommt häufig dann vor, wenn große Tumoren und entsprechend viel Gewebe entfernt wurden. In diesem Fall soll eine Brustrekonstruktion das Aussehen der beiden Brüste angleichen. Auch wenn die Brustwarze entfernt wurde, kann eine Brustrekonstruktion infrage kommen.

Mastektomie

In einigen Fällen ist eine komplette Entfernung der Brust (Mastektomie) nicht zu vermeiden, zum Beispiel bei sehr großen Tumoren. Auch kann eine Mastektomie gewünscht werden, um eine Strahlentherapie, die sich an eine brusterhaltende Therapie anschließt, zu vermeiden. Eine Mastektomie ist ein körperlich wie psychisch weitreichender Eingriff, der allerdings häufig zur Heilung beiträgt.

Ist vor der Entfernung der Brust schon bekannt, dass die Patientin eine Brustrekonstruktion wünscht, so sollte sie dies frühzeitig mitteilen. Eventuell kann schon während der Brustabnahme eine Rekonstruktion vorbereitet werden.

Brustamputation

Bei einer genetischen Veranlagung für Brustkrebs in der Familie besteht die Möglichkeit, vorsorglich eine oder beide Brüste zu entfernen (Amputation), wie zum Beispiel Angelina Jolie. Dann wird das gesunde Gewebe operativ entfernt mit der Sicherheit, dass kein Brustkrebs entstehen kann.

Brustrekonstruktion: Aufbau der Brust

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten der Brustrekonstruktion nach einer Krebstherapie: der Brustaufbau mit (Silikon-) Implantaten oder mit Eigengewebe. Die Entscheidung muss jede Patientin individuell treffen, wobei die Größe der Brust, der Gesundheitszustand der Patientin und weitere vorgesehene Therapiemaßnahmen berücksichtigt werden sollten.

Eine Brustrekonstruktion hat ein möglichst naturgetreues und ästhetisches Ergebnis zum Ziel. Sie ist heute oft in jedem Therapieplan bei Brustkrebs vorgesehen, bedeutet allerdings einen weiteren bzw. zusätzlichen Eingriff. Komplikationen können nach der Operation Wundheilungsstörungen, starke Blutungen oder auch Infektionen sein. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, auf eine Rekonstruktion der Brust zu verzichten, zum Beispiel wenn der Gesundheitszustand der Patientin keine weitere Operation zulässt.

Ist eine Brustrekonstruktion gewünscht, beraten die behandelnden Ärzte zu den Möglichkeiten und Varianten. Die letzte Entscheidung trifft immer die Patientin selbst. Sofern gängige Operationsverfahren zur Brustrekonstruktion genutzt werden, übernehmen sowohl die gesetzlichen wie auch die privaten Krankenkassen in der Regel die Kosten für den Brustaufbau.

Sabrina Mandel

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