Informationen über plastische Chirurgie nach Brustkrebs

Ratgeber Brustrekonstruktion

Informationen über plastische Chirurgie nach Brustkrebs
 
 
Brustrekonstruktion

Wieder ganz ich – Patientenbroschüre rund um das Thema Brustrekonstruktion

Jede achte Frau ist davon betroffen, beinahe jede Zweite ist jünger als 60 – keine andere Krebsart trifft Frauen so umfassend wie Brustkrebs. Es geht nicht nur um eine schwere, gegebenenfalls lebensbedrohliche Krankheit, sondern häufig auch um den Verlust der Brust und damit den gefühlten Verlust der eigenen Weiblichkeit. Aus diesem Grund stehen viele Frauen nach der erfolgreich überstandenen Brustkrebstherapie vor der Frage: Brustwiederaufbau – ja oder nein, und wenn ja, mit welcher Methode?

Hilfestellung zu diesem Thema gibt die Broschüre „Wieder ganz ich“. Sie enthält die wichtigsten Basisinformationen zum Thema Brustrekonstruktion und beschreibt kurz die möglichen Operationstechniken für den Wiederaufbau mit Eigengewebe und die Rekonstruktion der Brust mit Silikonimplantaten. Schwerpunkt der kompakten und für die Zielgruppe Patientinnen aufgelegten Broschüre liegt auf der Implantat-Rekonstruktion. Sie finden darin verständlich aufbereitete Informationen für die individuelle Implantatauswahl, bei der nicht nur die Form, sondern auch die Oberflächenaufbereitung sowie das Füllmaterial eine ausschlaggebende Rolle spielen. Des Weiteren kommen das Thema Haltbarkeit von Implantaten, Krebsvorsorge sowie mögliche Komplikationen nach einer Rekonstruktion mit Implantaten und deren Vermeidung zur Sprache.

Bei einer Brustwiederherstellung handelt es um einen elektiven Eingriff, bei dem die Entscheidung pro oder kontra bei der Patientin liegt. Entsprechend hat sie großen Einfluss auf die Arztwahl. Um sie dabei zu unterstützen, enthält die Broschüre einen Basisleitfaden mit den wichtigsten Fragen für ein erstes Beratungsgespräch.

Weitere Informationen und Downloadmöglichkeit unter: http://www.polytechhealth.info/images/pdf/PatBroc_Recon_D_2013-10.pdf

 

 

09. Mai 2019
Frauen im mittleren Alter trifft die Diagnose Brustkrebs häufig besonders hart, da sie nicht nur für sich sondern u. U. auch für Kinder Sorge tragen müssen.
  
25. April 2019
Neuen Forschungen zufolge ist ein sogenanntes Chemobrain, das bei den Patientinnen zu Verwirrtheit und Vergesslichkeit führt, keine direkte Folge der Chemotherapie.
  
17. April 2019
Da Zytostatika auch gesunde Zellen angreifen, kann es bei einer Chemotherapie zu Haarausfall kommen. Perücken können helfen.
  
01. April 2019
Bei der Antihormontherapie werden in der Regel Antiöstrogene, GnRH-Analoga oder Aromatasehemmer eingesetzt.
  
27. März 2019
Prof. Dr. Dirk Jäger informiert über die neuen Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Immunonkologie bei Patientinnen mit Brustkrebs.
  
Methoden Brustrekonstruktion

Bei einer Brustrekonstruktion wird unterschieden zwischen einem Aufbau mittels körpereigenem Gewebe (Eigengewebskonstruktion) und einem mittels Fremdmaterialien (Prothesenrekonstruktion), des Weiteren zwischen einer Primär- und einer Sekundärrekonstruktion.

Wird eine Brustrekonstruktion direkt im Anschluss an die Tumorentfernung durchgeführt, so spricht man von einer Primärrekonstruktion. Bei einer Sekundärrekonstruktion findet der Brustaufbau zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Bei einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe wird Gewebe aus Unterbauch, Rücken, Gesäß oder Oberschenkelinnenseiten in die Brustregion verpflanzt. Soll ein Implantat eingesetzt werden, wird vorab oft ein sog. Expander eingelegt, der die Haut dehnt und Raum für das Implantat schafft. Ist genügend Gewebe aufgebaut, kann das gewünschte Implantat eingelegt werden.

Noch besteht die Therapie von Brustkrebs in erster Linie aus einer Operation. In den letzten Jahren ist es aber Ziel der Operation geworden, die Brust weitgehend zu erhalten. Doch nicht immer ist dies möglich, sodass in einigen Fällen die gesamte Brust entfernt werden muss. Für eine Brustrekonstruktion (Wiederaufbau der Brust) stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die Sie auf diesen Seiten in Umrissen erläutert finden.

Unser äußeres Erscheinungsbild kann Einfluss auf unsere Psyche und unser Lebensgefühl haben. So möchten viele von Brustkrebs betroffene Frauen sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt eine Brustrekonstruktion vornehmen lassen. Das Thema Brustaufbau sollte deshalb von vornherein Teil der Therapie sein. Für die Wiederherstellung der Brust stehen mehrere Methoden zur Verfügung, deren Vor- und Nachteile nach der jeweiligen Ausgangslage der Betroffenen bewertet werden sollten.

Für eine Brustrekonstruktion stehen verschiedene Implantate zur Verfügung. In der Regel bestehen diese aus einer Silikonhülle, deren Form und Oberfläche unterschiedlich sein können. Für die Füllung wird meist Silikongel oder, wenn auch nur noch selten, Kochsalzlösung verwendet.

Wie ein Körper auf ein Implantat reagiert, lässt sich nicht vorhersagen. In manchen Fällen kann als Nebenwirkung einer Brustrekonstruktion eine sog. Kapselfibrose auftreten. Das geschieht, weil der Organismus um jeden Fremdkörper, den er nicht abbauen kann, eine Bindegewebskapsel bildet. Zieht sich diese Kapsel mit der Zeit zusammen, verhärtet das Gewebe, und das Implantat kann sich verformen. Eine Möglichkeit, eine Kapselfibrose zu vermeiden, ist, die Hülle der Implantate mit einer speziellen Oberflächenstruktur zu versehen.