Informationen über plastische Chirurgie nach Brustkrebs

Ratgeber Brustrekonstruktion

Informationen über plastische Chirurgie nach Brustkrebs
 
 

Kompetente Beratung und die richtigen Fragen

Denken Sie bitte daran, dass es sich sowohl bei der Rekonstruktion um einen chirurgischen Eingriff handelt, bei dem einem selbst der beste Operateur kein 100-prozentiges Gelingen garantiert. Selbstverständlich haben Erfahrung und Können des Operateurs einen enormen Einfluss auf das Operationsergebnis. Deshalb ist es wichtig, in Ruhe nach dem Arzt zu suchen, dem man vertraut.

Eine gute Quelle für Adressen kompetenter Ärzte sind Fachverbände, die Ihnen gern ihre Mitgliederliste zusenden werden. Und vielleicht hat ja auch im Bekannten- und Freundeskreis schon jemand Erfahrungen gesammelt. In manchen Kliniken und Praxen kann man auf Wunsch Bilder von früheren Patientinnen einsehen und Kontakt zu früheren Patientinnen und Selbsthilfegruppen herstellen.

Beim Aufklärungsgespräch sollten Sie sich nicht scheuen, Ihren Arzt nach seiner Erfahrung zu befragen. Ein guter Arzt wird ein ausführliches Beratungsgespräch mit Ihnen führen und Sie gründlich untersuchen. Er wird Ihnen keine unrealistischen Versprechungen bezüglich des zu erwartenden Resultats machen und Sie nicht zu schnellen Entscheidungen drängen.

Zu einer gründlichen Voruntersuchung gehören unter anderem die Fragen nach bestehenden Allergien, chronischen Erkrankungen, der Einnahme gerinnungshemmender Medikamente, der Neigung zu verstärkter Narbenbildung und anderen beeinflussenden Faktoren. Eventuell kann es sinnvoll sein, eine zweite oder dritte Meinung einzuholen.

Unser Tipp: Notieren Sie sich vor dem Gespräch alle offenen Fragen, und lassen Sie sich danach genügend Zeit für Ihre Entscheidung.

09. Mai 2019
Frauen im mittleren Alter trifft die Diagnose Brustkrebs häufig besonders hart, da sie nicht nur für sich sondern u. U. auch für Kinder Sorge tragen müssen.
  
25. April 2019
Neuen Forschungen zufolge ist ein sogenanntes Chemobrain, das bei den Patientinnen zu Verwirrtheit und Vergesslichkeit führt, keine direkte Folge der Chemotherapie.
  
17. April 2019
Da Zytostatika auch gesunde Zellen angreifen, kann es bei einer Chemotherapie zu Haarausfall kommen. Perücken können helfen.
  
01. April 2019
Bei der Antihormontherapie werden in der Regel Antiöstrogene, GnRH-Analoga oder Aromatasehemmer eingesetzt.
  
27. März 2019
Prof. Dr. Dirk Jäger informiert über die neuen Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Immunonkologie bei Patientinnen mit Brustkrebs.
  
Wissenswertes Brustrekonstruktion

Eine Brustrekonstruktion stellt einen chirurgischen Eingriff dar, dessen Ergebnis u. a. von der Erfahrung des Arztes abhängig ist. Daher ist es wichtig, dass Sie sich an einen qualifizierten Arzt wenden, dem Sie vertrauen. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie ihn bzw. sie finden und welche Fragen Sie ihm/ihr stellen sollten. Eine Broschüre dazu können sie gern bei uns anfordern: ioe@polytechhealth.com

Außerdem finden Sie in dieser Rubrik Informationen darüber, was Silikon eigentlich ist (kein Kunststoff), und ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen zum Thema Brustrekonstruktion. Der letzte Schritt bei einer Brustrekonstruktion ist die Pigmentierung der Brustwarze, auch dazu wir haben Ihnen hier ein paar Informationen zusammengestellt.

Eine Brustrekonstruktion kann das Wohlbefinden einer von Brustkrebs betroffenen Frau positiv beeinflussen und damit auch ihre körperliche Situation. Die Entscheidung für oder gegen eine Brustrekonstruktion können Betroffene in Absprache mit Ihrem Arzt klären. Dieser sollte die unterschiedlichen Verfahren sowie deren jeweilige Vorteile und Nachteile allgemein und speziell für seine Patientin ausführlich erläutern – denn nicht für jede Frau sind alle Arten der Wiederherstellung geeignet.

Ein Wiederaufbau kann in manchen Fällen direkt im Anschluss an die Brustoperation, in anderen nach Abschluss der Chemo- oder Strahlentherapie erfolgen. Doch auch Jahre nach der Brustkrebserkrankung ist ein Brustaufbau noch möglich. Wie sich eine Frau entscheidet, liegt letztlich bei ihr.

Für eine Brustrekonstruktion stehen verschiedene Implantate zur Verfügung. In der Regel bestehen diese aus einer Silikonhülle, deren Form und Oberfläche unterschiedlich sein können. Für die Füllung wird meist Silikongel oder, wenn auch nur noch selten, Kochsalzlösung verwendet.

Wie ein Körper auf ein Implantat reagiert, lässt sich nicht vorhersagen. In manchen Fällen kann als Nebenwirkung einer Brustrekonstruktion eine sog. Kapselfibrose auftreten. Das geschieht, weil der Organismus um jeden Fremdkörper, den er nicht abbauen kann, eine Bindegewebskapsel bildet. Zieht sich diese Kapsel mit der Zeit zusammen, verhärtet das Gewebe, und das Implantat kann sich verformen. Eine Möglichkeit, eine Kapselfibrose zu vermeiden, ist, die Hülle der Implantate mit einer speziellen Oberflächenstruktur zu versehen.