Informationen über plastische Chirurgie nach Brustkrebs

Ratgeber Brustrekonstruktion

Informationen über plastische Chirurgie nach Brustkrebs
 
 

Ja oder nein – und wenn ja: wann?

Laut Angaben des Präsidenten des Berufsverbandes der Plastischen Chirurgen, Prof. Dr. Günter Germann, lassen sich rund 10 % der Patientinnen in Deutschland die Brust nach einer operativen Entfernung durch plastische Chirurgie wieder aufbauen.

Ob, und wenn ja, wann eine Brustrekonstruktion bei einer Patientin durchgeführt wird oder durchgeführt werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab: zum einen natürlich vom Wunsch der Patientin, zum anderen aber auch von den medizinischen Gegebenheiten und Erfordernissen. Dies sollten Brustkrebspatientinnen mit dem behandelnden Arzt ausführlich besprechen und sich über die individuellen Möglichkeiten sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen gut informieren.

Grundsätzlich kann eine Brustrekonstruktion primär (direkt im Anschluss an die Mastektomie) oder sekundär (mindestens sechs Monate oder aber bis zu mehreren Jahren später, nach Abschluss der Radiotherapie und Chemotherapie) durchgeführt werden. Wichtig zu wissen ist für die Patientin u. a., dass nach der Rekonstruktion häufig noch Korrekturen im Rahmen weiterer operativer Eingriffe notwendig werden.

Unterschiedliche Gründe können die betroffenen Frauen dazu bewegen, sich für oder gegen eine Rekonstruktion zu entscheiden. Während bei Patientinnen, die eine Rekonstruktion vornehmen lassen, die neue Brust häufig ein neues Selbstwertgefühl fördert und ihnen so z. B. die Bewältigung der Erkrankung erleichtert, fühlen sich andere Betroffene auch ohne Brustersatz vollwertig und weiblich. Sie entscheiden sich dann vielleicht bewusst gegen eine Brustrekonstruktion. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Betroffenen zu einer Entscheidung gelangen, die der medizinischen Prognose und ihrem persönlichen Körper- und Lebensgefühl zuträglich ist.

09. Mai 2019
Frauen im mittleren Alter trifft die Diagnose Brustkrebs häufig besonders hart, da sie nicht nur für sich sondern u. U. auch für Kinder Sorge tragen müssen.
  
25. April 2019
Neuen Forschungen zufolge ist ein sogenanntes Chemobrain, das bei den Patientinnen zu Verwirrtheit und Vergesslichkeit führt, keine direkte Folge der Chemotherapie.
  
17. April 2019
Da Zytostatika auch gesunde Zellen angreifen, kann es bei einer Chemotherapie zu Haarausfall kommen. Perücken können helfen.
  
01. April 2019
Bei der Antihormontherapie werden in der Regel Antiöstrogene, GnRH-Analoga oder Aromatasehemmer eingesetzt.
  
27. März 2019
Prof. Dr. Dirk Jäger informiert über die neuen Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Immunonkologie bei Patientinnen mit Brustkrebs.
  
Wissenswertes Brustrekonstruktion

Eine Brustrekonstruktion stellt einen chirurgischen Eingriff dar, dessen Ergebnis u. a. von der Erfahrung des Arztes abhängig ist. Daher ist es wichtig, dass Sie sich an einen qualifizierten Arzt wenden, dem Sie vertrauen. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie ihn bzw. sie finden und welche Fragen Sie ihm/ihr stellen sollten. Eine Broschüre dazu können sie gern bei uns anfordern: ioe@polytechhealth.com

Außerdem finden Sie in dieser Rubrik Informationen darüber, was Silikon eigentlich ist (kein Kunststoff), und ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen zum Thema Brustrekonstruktion. Der letzte Schritt bei einer Brustrekonstruktion ist die Pigmentierung der Brustwarze, auch dazu wir haben Ihnen hier ein paar Informationen zusammengestellt.

Noch besteht die Therapie von Brustkrebs in erster Linie aus einer Operation. In den letzten Jahren ist es aber Ziel der Operation geworden, die Brust weitgehend zu erhalten. Doch nicht immer ist dies möglich, sodass in einigen Fällen die gesamte Brust entfernt werden muss. Für eine Brustrekonstruktion (Wiederaufbau der Brust) stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die Sie auf diesen Seiten in Umrissen erläutert finden.

Unser äußeres Erscheinungsbild kann Einfluss auf unsere Psyche und unser Lebensgefühl haben. So möchten viele von Brustkrebs betroffene Frauen sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt eine Brustrekonstruktion vornehmen lassen. Das Thema Brustaufbau sollte deshalb von vornherein Teil der Therapie sein. Für die Wiederherstellung der Brust stehen mehrere Methoden zur Verfügung, deren Vor- und Nachteile nach der jeweiligen Ausgangslage der Betroffenen bewertet werden sollten.

Für eine Brustrekonstruktion stehen verschiedene Implantate zur Verfügung. In der Regel bestehen diese aus einer Silikonhülle, deren Form und Oberfläche unterschiedlich sein können. Für die Füllung wird meist Silikongel oder, wenn auch nur noch selten, Kochsalzlösung verwendet.

Wie ein Körper auf ein Implantat reagiert, lässt sich nicht vorhersagen. In manchen Fällen kann als Nebenwirkung einer Brustrekonstruktion eine sog. Kapselfibrose auftreten. Das geschieht, weil der Organismus um jeden Fremdkörper, den er nicht abbauen kann, eine Bindegewebskapsel bildet. Zieht sich diese Kapsel mit der Zeit zusammen, verhärtet das Gewebe, und das Implantat kann sich verformen. Eine Möglichkeit, eine Kapselfibrose zu vermeiden, ist, die Hülle der Implantate mit einer speziellen Oberflächenstruktur zu versehen.