Informationen über plastische Chirurgie nach Brustkrebs

Ratgeber Brustrekonstruktion

Informationen über plastische Chirurgie nach Brustkrebs
 
 

Ja oder nein – und wenn ja: wann?

Laut Angaben des Präsidenten des Berufsverbandes der Plastischen Chirurgen, Prof. Dr. Günter Germann, lassen sich rund 10 % der Patientinnen in Deutschland die Brust nach einer operativen Entfernung durch plastische Chirurgie wieder aufbauen.

Ob, und wenn ja, wann eine Brustrekonstruktion bei einer Patientin durchgeführt wird oder durchgeführt werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab: zum einen natürlich vom Wunsch der Patientin, zum anderen aber auch von den medizinischen Gegebenheiten und Erfordernissen. Dies sollten Brustkrebspatientinnen mit dem behandelnden Arzt ausführlich besprechen und sich über die individuellen Möglichkeiten sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen gut informieren.

Grundsätzlich kann eine Brustrekonstruktion primär (direkt im Anschluss an die Mastektomie) oder sekundär (mindestens sechs Monate oder aber bis zu mehreren Jahren später, nach Abschluss der Radiotherapie und Chemotherapie) durchgeführt werden. Wichtig zu wissen ist für die Patientin u. a., dass nach der Rekonstruktion häufig noch Korrekturen im Rahmen weiterer operativer Eingriffe notwendig werden.

Unterschiedliche Gründe können die betroffenen Frauen dazu bewegen, sich für oder gegen eine Rekonstruktion zu entscheiden. Während bei Patientinnen, die eine Rekonstruktion vornehmen lassen, die neue Brust häufig ein neues Selbstwertgefühl fördert und ihnen so z. B. die Bewältigung der Erkrankung erleichtert, fühlen sich andere Betroffene auch ohne Brustersatz vollwertig und weiblich. Sie entscheiden sich dann vielleicht bewusst gegen eine Brustrekonstruktion. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Betroffenen zu einer Entscheidung gelangen, die der medizinischen Prognose und ihrem persönlichen Körper- und Lebensgefühl zuträglich ist.

14. November 2018
Die Chemotherapie führt dazu, dass sich das Selbstbild verändert: Haare, Wimpern und Augenbrauen können ausfallen.
  
30. Oktober 2018
Breast Care Nurses und onkologische Fachkrankenschwestern begleiten Patientinnen ab dem Zeitpunkt der Diagnose bis zum Ende der Therapie.
  
24. Oktober 2018
Brustkrebspatienten können verschiedene Hilfsmittel von ihrem Arzt verordnet bekommen. Dazu gehören z. B. Kompressionsstrümpfe oder Brustprothesen.
  
21. August 2018
2017 ging es beim San Antonio Breast Cancer Symposium um das Thema Mastektomie und eine Verbesserung der Lebensqualität von Patientinnen.
  
08. August 2018
Bei Brustkrebs muss entschieden werden, ob brusterhaltend operiert werden kann oder eine vollständige Entfernung der Brust (Mastektomie) erfolgen muss.
  
Methoden Brustrekonstruktion

Bei einer Brustrekonstruktion wird unterschieden zwischen einem Aufbau mittels körpereigenem Gewebe (Eigengewebskonstruktion) und einem mittels Fremdmaterialien (Prothesenrekonstruktion), des Weiteren zwischen einer Primär- und einer Sekundärrekonstruktion.

Wird eine Brustrekonstruktion direkt im Anschluss an die Tumorentfernung durchgeführt, so spricht man von einer Primärrekonstruktion. Bei einer Sekundärrekonstruktion findet der Brustaufbau zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Bei einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe wird Gewebe aus Unterbauch, Rücken, Gesäß oder Oberschenkelinnenseiten in die Brustregion verpflanzt. Soll ein Implantat eingesetzt werden, wird vorab oft ein sog. Expander eingelegt, der die Haut dehnt und Raum für das Implantat schafft. Ist genügend Gewebe aufgebaut, kann das gewünschte Implantat eingelegt werden.

Eine Brustrekonstruktion kann das Wohlbefinden einer von Brustkrebs betroffenen Frau positiv beeinflussen und damit auch ihre körperliche Situation. Die Entscheidung für oder gegen eine Brustrekonstruktion können Betroffene in Absprache mit Ihrem Arzt klären. Dieser sollte die unterschiedlichen Verfahren sowie deren jeweilige Vorteile und Nachteile allgemein und speziell für seine Patientin ausführlich erläutern – denn nicht für jede Frau sind alle Arten der Wiederherstellung geeignet.

Ein Wiederaufbau kann in manchen Fällen direkt im Anschluss an die Brustoperation, in anderen nach Abschluss der Chemo- oder Strahlentherapie erfolgen. Doch auch Jahre nach der Brustkrebserkrankung ist ein Brustaufbau noch möglich. Wie sich eine Frau entscheidet, liegt letztlich bei ihr.

Noch besteht die Therapie von Brustkrebs in erster Linie aus einer Operation. In den letzten Jahren ist es aber Ziel der Operation geworden, die Brust weitgehend zu erhalten. Doch nicht immer ist dies möglich, sodass in einigen Fällen die gesamte Brust entfernt werden muss. Für eine Brustrekonstruktion (Wiederaufbau der Brust) stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die Sie auf diesen Seiten in Umrissen erläutert finden.

Unser äußeres Erscheinungsbild kann Einfluss auf unsere Psyche und unser Lebensgefühl haben. So möchten viele von Brustkrebs betroffene Frauen sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt eine Brustrekonstruktion vornehmen lassen. Das Thema Brustaufbau sollte deshalb von vornherein Teil der Therapie sein. Für die Wiederherstellung der Brust stehen mehrere Methoden zur Verfügung, deren Vor- und Nachteile nach der jeweiligen Ausgangslage der Betroffenen bewertet werden sollten.